17 häufige Dropshipping-Fehler, die Anfänger vermeiden sollten

Hast du dich je gefragt, warum Dropshipper scheitern? Damit bist du nicht allein. Im Laufe der Jahre habe auch ich Fehler gemacht und musste daraus auf die harte Tour lernen.
Dir soll das nicht passieren. Heute lernst du zwei Dinge: häufige Fehler beim Dropshipping und die richtige Herangehensweise an dieses Geschäftsmodell.
Das und noch vieles mehr. Wenn du bereit bist, legen wir los.
17 häufige Dropshipping-Fehler, die Anfänger vermeiden sollten
1. Die falsche Nische wählen
Die meisten Dropshipper wählen eine Nische, die sie lieben oder zu kennen glauben. Diese Entscheidung führt jedoch nicht immer zu den besten Ergebnissen. Natürlich solltest du dich für eine Nische begeistern können. Zusätzlich musst du aber prüfen, ob es für diese Nische einen Markt gibt.
„Für alles gibt es einen Markt!“, sagst du. Das stimmt. Aber ist der Markt groß genug, um profitabel zu sein? Im Kern musst du eine Nische wählen, die Folgendes bietet:
- Einen großen Markt
- Einen Markt mit zahlungsbereiten Kunden
- Eine beständige Nachfrage
Du kannst Bonsai-Werkzeuge per Dropshipping verkaufen, wenn du möchtest. Frage dich aber: Wie viele von 100 Menschen, die du kennst, ziehen Bonsai-Bäume? Und wie viele dieser 100 Menschen tragen ein T-Shirt?
2. Das falsche Produkt wählen
Viele Dropshipper prüfen die Produkteigenschaften nicht und verkaufen am Ende nichts. Produkte lassen sich sehr einfach und kostenlos in einen Dropshipping-Shop importieren.
Diese Einfachheit verleitet Dropshipper dazu, unüberlegt vorzugehen. Sie importieren Produkte einfach aus folgenden Gründen:
- Das Produkt ist günstig
- Die Gewinnmarge ist hoch
- Die Bilder sehen gut aus
- Der Versand ist kostenlos
Das sind zwar gute Produkteigenschaften, doch du solltest höhere Ansprüche stellen. Du musst ein Erfolgsprodukt auswählen. Ein Erfolgsprodukt hat vor allem eines: nachweisbare Verkäufe.
Nutze ein Tool, das dir zeigt, ob ein Produkt bereits verkauft wird. Ein Beispiel für ein solches Tool ist Tradelle, ein Lieferant und Tool für Produktrecherche sowie Produktimporte.

Wie du auf dem Screenshot siehst, liefert Tradelle dir wertvolle Daten dazu, ob ein Produkt erfolgreich ist. Das oben gezeigte Produkt ist es eindeutig. Sieh dir einfach das Diagramm zu seiner Verkaufsentwicklung an. Außerdem erkennst du, mit wie vielen Shops du konkurrierst und in welchen Ländern das Interesse an dem Produkt am größten ist.
3. Zu viele Produkte verkaufen
Es ist nichts dagegen einzuwenden, mehrere Produkte anzubieten, besonders wenn du deinen Kunden eine Auswahl geben möchtest. Das kann jedoch mehr schaden als nutzen.
Fast-Food-Ketten erweitern ihr Sortiment aus gutem Grund nicht ständig. Sie bündeln lediglich Produkte, um Kosten zu sparen. So lässt sich alles leichter verwalten. Für Dropshipper ist es ebenfalls besser, zunächst wenige Produkte zu verkaufen und das Sortiment erst mit dem Wachstum zu erweitern.
„Aber ich habe kein Lager, deshalb lässt sich das nicht mit Fast-Food-Ketten vergleichen“, sagst du. Es gibt dennoch Gemeinsamkeiten. Das sind die Nachteile eines zu großen Sortiments:
- Zu viel Auswahl verwirrt Kunden und erschwert ihnen die Kaufentscheidung
- Hunderte Produkte sind schwerer zu vermarkten als wenige
- Dein Shop wird unübersichtlich
- Irgendwann sprichst du zu viele Zielgruppen an und bist überfordert
Stell dir zusätzlich vor, du hättest Hunderte Produkte. Dann müsstest du mit Hunderten Lieferanten umgehen. Kannst du bei jedem Produkt die Qualität und bei jedem Lieferanten die Zuverlässigkeit im Blick behalten? Kunden erwarten eine gezielte, hochwertige Produktauswahl. Deshalb kann ein zu großes Sortiment deinem Geschäft schaden.
4. Geschäftszahlen nicht durchrechnen
Dropshipping ist ein Geschäft und erfordert kaufmännische Rechenkenntnisse. Wenn du glaubst, mit einem Aufschlag von 5 $ auf ein Produkt, das 2 $ kostet, automatisch profitabel zu sein, solltest du noch einmal nachrechnen.
Als Dropshipper musst du Prognosen erstellen und die Grundlagen kaufmännischer Berechnungen verstehen. Dazu gehören zum Beispiel:
- Wareneinsatz bzw. COGS
- Kosten der Kundengewinnung
- Bruttogewinnmarge
- Nettogewinnmarge
- Forderungen und Verbindlichkeiten
Du musst die Zahlen deines Onlinegeschäfts durchrechnen, damit du Umsatzziele festlegen und erkennen kannst, ob du wirklich profitabel bist. Viele Dropshipper berücksichtigen das nicht, weil Shopify ihrer Ansicht nach ohnehin nur 25 $ pro Monat kostet. Wenn dann viele Bestellungen eingehen, fehlt ihnen das Geld, um diese vorzufinanzieren.
Im schlimmsten Fall hält ein Zahlungsdienstleister wie PayPal dein Geld zurück, was durchaus vorkommt. Dann gerätst du schnell in Schwierigkeiten.
5. Eine unprofessionelle Website gestalten
Eine schlecht gestaltete Website schreckt Kunden ab und wirkt unseriös. Sieh dir dieses Beispiel an:

Auf dem Bildschirm ist zu viel Weißraum und die runden Bilder wirken überholt. Dieses Design ist nicht mehr zeitgemäß.
Hier ist ein weiteres Beispiel:

Das Logo ist zu groß und das Hamburger-Menü auf der linken Seite wirkt deplatziert. Ein normales Textmenü hätte den freien Weißraum oben in der Mitte besser genutzt. Außerdem sollten Logos klein sein und nicht so groß wie in diesem Beispiel.
Diese Gestaltungselemente solltest du berücksichtigen:
- Navigation: Was Kunden suchen, muss auf der Seite leicht zugänglich sein
- Einheitlichkeit: Verwende durchgehend dieselben Schriftarten, Farben und Größen. Das gilt auch für Rahmen, Abstände, Hintergründe usw.
- Ausgewogenes Design: Ausgewogenheit ist entscheidend. Verwende einheitliche Abstände, Spaltenhöhen, Breiten usw.
Für ein gutes Webdesign empfehle ich dir, dein Keyword bei Google zu suchen und dir die Websites auf den vorderen Plätzen anzusehen. Viele davon gehören großen Unternehmen mit erheblichen finanziellen Mitteln. Ihre Websites wurden professionell gestaltet und können dir als Vorbild dienen.
6. Mit dem falschen Lieferanten arbeiten
Dropshipper unterschätzen häufig, wie wichtig ein zuverlässiger Lieferant ist. Da ein Lagerbestand sie nichts kostet, kaufen Dropshipper die angebotenen Produkte meist nicht einmal selbst. Mein Rat: Bestelle wenigstens ein Muster und investiere jetzt etwas Geld, anstatt es später zu bereuen.
Das sind einige typische Probleme mit Lieferanten:
- Das falsche Produkt wird versendet, etwa in der falschen Farbe oder Größe
- Der Lieferant braucht möglicherweise eine Woche, um den Artikel zu verpacken und beim Versanddienstleister abzugeben
- Der Artikel ist minderwertig und weicht deutlich von der Beschreibung auf der Produktseite ab
Schlechte Lieferanten ruinieren dein Dropshipping-Geschäft. Du musst dich dann mit dem Problem auseinandersetzen. Dein Kunde ist unzufrieden und empfiehlt dich nicht weiter. Im schlimmsten Fall erhältst du eine sehr schlechte Bewertung und kannst Kundenbindung vergessen.
Für Onlineunternehmen, besonders im E-Commerce, sind starke Beziehungen zu Lieferanten entscheidend. Sie sichern die Kundenzufriedenheit und den geschäftlichen Erfolg.
7. Zu viele Rabattaktionen anbieten
Viele Dropshipper bieten möglichst viele Rabatte an, weil sie glauben, dass mindestens einer davon Besucher zum Kauf bewegt. Oft bewirkt dieser Marketingansatz das Gegenteil, weil er Kunden überfordert.
Als Kunde würde ich außerdem denken: Wenn du all diese Rabatte anbieten kannst, sind deine Produkte wohl nicht so wertvoll, wie du behauptest.
Es ist immer besser, jeweils nur eine Rabattaktion durchzuführen und dabei die Angst zu nutzen, etwas zu verpassen, auch FOMO genannt.
Aktionsmarketing ist nicht grundsätzlich schlecht. Du musst es jedoch richtig einsetzen. Nutze es sparsam und gib deinen Kunden einen Grund, jetzt zu kaufen, damit sie die verpasste Gelegenheit später nicht bereuen.
8. Keine Marketingstrategie planen
Marketing besteht nicht einfach darin, eine Aktion oder einen Rabatt anzubieten. Es reicht auch nicht, ein paar Bilder und Werbetexte zusammenzustellen und eine Kampagne auf Facebook zu starten. Du brauchst eine Geschäftsstrategie für deinen Onlineshop.
Eine Strategie ist dein Plan. Sie zeigt, wie gut du das Problem verstehst und wie du es lösen willst.
Zu Beginn musst du:
- Verstehen, welches Problem du lösen möchtest
- Eine Buyer-Persona erstellen
- Einen Marketing-Funnel für dein Unternehmen aufbauen
Noch bevor du eine Werbekampagne startest, brauchst du einen Plan für diese drei Punkte. Sonst verschwendest du dein Geld und machst Mark Zuckerberg nur noch reicher.
Der Schlüssel liegt darin, gute Werbetexte schreiben zu lernen. Auf YouTube findest du dazu unzählige Informationen. Außerdem gibt es viele Bücher darüber, wie du online überzeugend verkaufst.
Werbetexten klingt vielleicht nach einem Modewort oder wirkt zunächst einschüchternd. Dabei ist es nichts anderes als die Kunst der Überzeugung. Du musst mit dem Ziel schreiben, Leser zu einer Handlung zu bewegen. Außerdem ist die gezielte Nutzung sozialer Netzwerke ein wichtiger Teil der Marketingstrategie. So erreichst du potenzielle Kunden und stärkst deine Onlinepräsenz.
9. Alles manuell erledigen
Der manuelle Weg ist der teure Weg. Wenn du glaubst, 25 $ pro Monat zu sparen sei ein großer Erfolg, solltest du noch einmal nachrechnen.
Dropshipper wollen möglichst wenig Geld ausgeben. Das ist verständlich. Es gibt jedoch sinnvolle und weniger sinnvolle Geschäftsausgaben. Manuelle Arbeit verschlingt viel Zeit. Dadurch bleibt dir am Ende keine Zeit, deine Produkte zu vermarkten.
Es ist besser, Geld auszugeben, als alles manuell zu erledigen. So ist es sinnvoller, mit Tradelle Erfolgsprodukte zu finden und 29,99 $ pro Monat auszugeben als wochenlang dieselbe Arbeit von Hand zu erledigen. Wenn du darüber nachdenkst, entsprechen 29,99 $ nur fünf Bechern Kaffee bei Starbucks. Darauf kannst du für dein Geschäft sicher verzichten, oder?
Mit Tools wie Tradelle kannst du viele Aufgaben automatisieren. Außerdem verkürzt du deine Recherche von Stunden oder Tagen auf wenige Minuten.
10. Zu schnell aufgeben
Dropshipper versuchen es meist drei Monate lang. Sie erzielen keine Verkäufe und geben dann auf. Wusstest du, dass Amazon neun Jahre brauchte, um profitabel zu werden?
Beim Dropshipping ist es ähnlich, denn auch das ist ein Geschäft. Die gute Nachricht: Du musst dafür keine Millionen Dollar ausgeben. Du brauchst lediglich Geduld und die richtige Marketingtaktik.
Wenn dir das Budget für Anzeigen fehlt, vermarkte deine Produkte mit Blogbeiträgen. Du kannst dir Zeit nehmen, diese Beiträge zu schreiben. Fehlt dir die Zeit, beauftrage einen Ghostwriter. Fehlt dir dafür das Budget, kannst du eine KI wie ChatGPT zum Schreiben der Artikel nutzen.
Der entscheidende Punkt ist: Gib nicht so leicht auf. Dropshipping verlangt Ausdauer. Nur wer durchhält, wird am Ende erfolgreich sein.
11. Nicht kontinuierlich dazulernen
Was früher angesagt war, ist heute vielleicht nicht mehr gefragt. Eine einst hervorragende Strategie funktioniert möglicherweise nicht mehr. Die Zielgruppe auf Facebook könnte inzwischen zu TikTok gewechselt sein. Die Welt verändert sich schnell und vieles geschieht gleichzeitig.
Bleib bei diesen Veränderungen immer auf dem neuesten Stand. Erkenne sie früh und passe dein Geschäft entsprechend an. So bleibst du in der Dropshipping-Welt informiert:
- Abonniere YouTube-Kanäle
- Trage dich in E-Mail-Verteiler ein
- Tritt Foren bei
- Stelle online Fragen
Was du in einem Onlinekurs lernst, gibt dir eine hervorragende Grundlage, reicht aber nicht aus. Der Markt verändert sich ständig. Um relevant zu bleiben, solltest du mit den Trends Schritt halten.
Du musst nicht jedem Trend folgen. Wähle aus, was zu deinem Geschäft passt. Prüfe immer, ob eine Veränderung deinem Geschäft tatsächlich zugutekommt.
12. Dropshipping nicht als Geschäft behandeln
Dropshipping ist ein echtes Geschäft und du wirst vielen Herausforderungen begegnen, mit denen auch traditionelle Händler konfrontiert sind. Stell dich ihnen entschlossen und ignoriere keine Probleme. Was bedeutet es, wenn Dropshipper ihr Vorhaben nicht wie ein Geschäft behandeln?
Hier sind einige Beispiele:
- Sie analysieren ihre Kennzahlen nicht
- Sie legen keine Standards fest oder halten hohe Standards nicht ein
- Sie haben keine tägliche Checkliste für anstehende Aufgaben
- Sie verwalten ihr Geld nicht
Wenn du schon einmal in einem Büro oder an einem anderen festen Arbeitsplatz gearbeitet hast, weißt du, dass jeder Mitarbeiter eine Aufgabe erfüllt. Der Analyst analysiert, der Manager führt und die Instandhaltung kümmert sich um Reinigung und Reparaturen.
Als Dropshipper übernimmst du all diese Rollen. Du bist Einzelunternehmer und erfüllst so viele Aufgaben, dass es überwältigend werden kann. Genau so funktioniert jedoch ein E-Commerce-Unternehmen und auf diese Weise wächst ein Geschäft. Der Betrieb im E-Commerce bringt eigene Herausforderungen und Verantwortlichkeiten mit sich.
13. Über den Preis konkurrieren (das Produkt nicht zu günstig anbieten)
Den Preis zu unterbieten ist ein Fehler, denn dieser Ansatz passt nicht zu deiner Situation als Dropshipper. Er kann höchstens sinnvoll sein, wenn du auf Amazon oder eBay per Dropshipping verkaufst.
Auf Amazon steht das Vorschaubild deines Produkts direkt neben dem eines Mitbewerbers. Dein Produkt kostet 49,99 $, das Konkurrenzprodukt 39,99 $. Der Kunde wird dein Vorschaubild nicht anklicken.
Wahrscheinlich betreibst du Dropshipping in deinem eigenen Shopify- oder WooCommerce-Shop. Deshalb gibt es keinen Grund, deinen Preis zu unterbieten. Entscheidend sind überzeugende Werbetexte.
Vielleicht fragst du: „Was ist, wenn der Kunde dasselbe Keyword bei Amazon eingibt?“ Die Wahrscheinlichkeit, dass er dort genau dein Produkt findet, ist gering. Behandle deinen Shop als etwas Besonderes, dann werden deine Kunden ihn ebenfalls so wahrnehmen.
14. Zu viel Zeit mit der Produktauswahl verbringen
Gründliche Recherche ist wichtig. Du kannst jedoch Stunden mit der Suche nach Erfolgsprodukten verbringen und deinen Shop dabei nicht voranbringen. Analysen tragen zwar zum Erfolg bei, doch zu langes Grübeln kann kontraproduktiv sein.
Im Geschäftsleben gibt es dafür den Begriff Analyseparalyse. Sie entsteht, wenn du so lange nachdenkst, dass du nicht mehr handelst. Hör auf, alles zu zerdenken, und leg los.
Nutze Tools wie Tradelle, die dir die benötigten Einblicke liefern. Du hast bereits gesehen, wie viele Informationen das Tool bereitstellt. Mit diesen Einblicken kannst du leichter entscheiden, ohne unzählige Stunden für Marktforschung aufzuwenden.
Kaufe den Artikel anschließend beim Lieferanten. So siehst du, wie schnell er die Ware verpackt und versendet, und kannst ihre Qualität prüfen. Umsetzen und handeln ist immer besser als stillzustehen.
15. Bewertungen und Kundenfeedback ignorieren

Wenn du nach Produkten suchst, kannst du davon ausgehen, dass bereits Bewertungen vorhanden sind. Nutze diese Informationen für fundierte Geschäftsentscheidungen.
Wenn dein Lieferant auf AliExpress vertreten ist, hast du Glück, denn dort findest du viele Kundenbewertungen. Ist er nicht auf AliExpress, kannst du seinen Shop auf einem anderen Marktplatz besuchen und dort Bewertungen lesen.
Beachte, dass Bewertungen gefälscht sein können. Sei deshalb vorsichtig. Wenn positive Bewertungen keinen Text enthalten oder nur sehr einfache Aussagen wie „Großartig“, „ausgezeichnet“, „fantastisch“ usw. verwenden, hast du berechtigte Gründe, sie für gefälscht zu halten.
Manchmal ist es sinnvoller, negative Bewertungen zu lesen. Sieh dir dieses Beispiel an:

Dieses Produkt wurde mit 4,7 von fünf Sternen bewertet. Wenn wir uns jedoch die negativen Bewertungen ansehen, finden wir Folgendes:

Wie du siehst, gibt es hier viele Probleme. Der Lieferant versendet das falsche Produkt, auch der Versand bereitet Schwierigkeiten und das Produktbild ist irreführend. Möchtest du mit einem solchen Lieferanten zusammenarbeiten? Wohl kaum. Außerdem ist ein wirksames Management der Versandkosten entscheidend für die Kundenzufriedenheit. Unerwartete oder hohe Versandkosten können zu negativen Bewertungen führen und dem Ruf deines Unternehmens schaden.
16. Unrealistische Erwartungen haben
Dropshipping macht dich nicht über Nacht reich. Wenn du schnelle Renditen erwartest, ist dieses Geschäft nichts für dich. Dropshipping ist anspruchsvoll und erfordert viele Fähigkeiten.
Das sind einige harte Fakten über Dropshipping:
- Du konkurrierst mit Tausenden Menschen
- Du konkurrierst mit Amazon und Walmart
- Ohne die richtigen Fähigkeiten wirst du keinen Erfolg haben
Viele Menschen glauben, beim Dropshipping müsse man nur ein paar Schaltflächen anklicken und Produktbilder hochladen. Doch es gehört mehr dazu. Wenn du nicht verstehst, wie Marketing funktioniert, wirst du scheitern. Wenn du nicht weißt, wie du ein Erfolgsprodukt auswählst, wirst du ebenfalls scheitern.
Dropshipping ähnelt jedem anderen Einzelhandelsgeschäft. Für den Erfolg brauchst du normalerweise viele Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Der große Unterschied: Beim Dropshipping kannst du allein arbeiten.
17. Die Zielgruppe nicht kennen
Viele Dropshipper machen sich schließlich kaum die Mühe, ihren Kundenstamm wirklich kennenzulernen. Wenn du sagst: „Meine Kunden sind Männer“, hast du einen grundlegenden Fehler gemacht.
Ein Zielmarkt ist nicht dasselbe wie eine Zielgruppe. Der Markt besteht aus Männern, doch die Zielgruppe ist genauer definiert.
Hier ist ein Beispiel für eine Zielgruppe:
- Männer, die Basketball lieben und LeBron James verehren
- Diese Männer haben einen Job und verdienen 30.000 $ im Jahr
- Sie gehen gern auf Partys und sammeln Sneaker
- Diese Männer haben möglicherweise Kinder im Teenageralter, die Basketball genauso lieben wie sie selbst
- Diese Männer leben in den Vereinigten Staaten
Erkennst du den Unterschied? Mit dieser Zielgruppenbeschreibung fällt es dir viel leichter, Werbetexte zu verfassen. Du sprichst eine bestimmte Personengruppe an, nämlich deine idealen Kunden. Deine Zielgruppe zu verstehen ist eine Grundlage für den Aufbau eines erfolgreichen Onlineshops, denn sie beeinflusst deine Marketingstrategien und dein Produktangebot unmittelbar.
4 bewährte Methoden, um Dropshipping-Fehler zu vermeiden
Damit du richtig beginnst und beim Dropshipping auf Kurs bleibst, empfehle ich dir diese einfache Liste.
Das sind die vier Punkte:
- Absolviere einen Onlinekurs
- Erstelle einen Plan
- Lerne kontinuierlich mit Videos
- Lerne kaufmännisches Rechnen
Sehen wir uns jeden Punkt genauer an.
1. Absolviere einen Onlinekurs
Ein Kurs? Dafür Geld ausgeben? Nun, du musst kein Geld ausgeben. Es gibt viele kostenlose Onlinekurse über Dropshipping. Es ist besser, sie zu absolvieren, als dir jeden Aspekt erst unterwegs anzueignen. YouTube ist der beste Ausgangspunkt.
Ein Dropshipping-Kurs wird von seinem Ersteller sorgfältig aufgebaut, unabhängig davon, ob er kostenlos ist. Er vermittelt dir Schritt für Schritt alles, was du wissen musst. So lernst du sämtliche Feinheiten des Dropshippings kennen.
Manche Dropshipper bauen einen Shop auf, weil sie ein Video über die Erstellung eines Shops und den Produktimport gesehen haben. Ein solches Video behandelt jedoch nicht:
- Marketingstrategien
- Wie du Erfolgsprodukte findest
- Die besten Anlaufstellen für Lieferanten
- Wie du Anzeigen auf Facebook, Instagram usw. erstellst
Ohne Kurs gehst du den gesamten Prozess eher planlos an, bist schnell überfordert und gibst nach einem Rückschlag auf. Ein gut strukturierter Kurs bereitet dich mental und emotional auf die bevorstehenden Herausforderungen vor.
2. Erstelle einen Plan
Beginne nicht ohne Plan mit dem Dropshipping. Der Plan muss nicht kompliziert sein. Eine einfache Aufgabenliste reicht aus. Prüfe damit, wie weit du beim Aufbau deines Geschäfts bist.
Hier ist ein Beispiel:

Das ist ein Plan für einen WooCommerce-Shop. Du kannst eine ähnliche Vorlage verwenden und je nach Bedarf weitere Details ergänzen.
Deshalb solltest du einen Kurs absolvieren. Notiere während des Onlinekurses Schritt für Schritt, was du erledigen musst, und setze diese Aufgaben um.
3. Lerne kontinuierlich mit Videos
Auf YouTube findest du unzählige Videos, die dir im Laufe deiner Dropshipping-Reise bei Problemen helfen. Wenn du etwa auf einer Website ein Feature siehst, das du in deinem Shop umsetzen möchtest, kannst du auf YouTube nach einer Lösung suchen.
Diese Arten von Videos solltest du regelmäßig ansehen:
- Suchmaschinenoptimierung und Google-Updates zu den Regeln der Google-Suche
- Shopify-Updates und neue Plugins oder Apps, die du nutzen kannst
- Marketingtaktiken, Strategien und Trends
Als echtes Geschäft erfordert Dropshipping kontinuierliches Lernen. Mit den Menschen verändern sich auch Erwartungen und Standards. Wenn du langfristig erfolgreich sein willst, musst du mit diesen Veränderungen Schritt halten.
4. Lerne kaufmännisches Rechnen
Schließlich musst du kaufmännisches Rechnen lernen und verstehen, wie die Formeln funktionieren. Mit der Zeit wird alles verständlicher und du erkennst, wie wichtig diese Konzepte und Grundsätze für dein Geschäft sind.
Hier ist ein Beispiel:
- Du hast 100 $ für Facebook-Anzeigen ausgegeben
- Du hast 10.000 Impressionen
- Deine CTR beträgt 1 %
- Deine Conversion-Rate beträgt 15 %
Das klingt vielleicht großartig, weil die weltweite durchschnittliche Conversion-Rate nur 3 % beträgt. Wenn du weiterrechnest, erkennst du jedoch das Problem. Von 10.000 Impressionen führten 100 zu einem Klick, was einer Klickrate von 1 % entspricht.
Von den 100 Personen, die geklickt haben, kauften 15 etwas. Dein Gewinn beträgt pro Transaktion 10 $. Insgesamt erzielst du einen Bruttogewinn von 150 $.
Du hast 100 $ für die Facebook-Anzeige ausgegeben, dein Nettogewinn beträgt also 50 $. Das klingt vielleicht gut, doch es gibt noch die Kosten der Kundengewinnung, kurz CAC. In diesem Beispiel hast du 100 $ ausgegeben und 15 Kunden gewonnen. Deine CAC betragen 100 $ / 15 = 6,67 $ pro Kunde.
Wenn dein Gewinn 10 $ und deine CAC 6,67 $ betragen, gibst du bereits 66,67 % dieses Gewinns für die Kundengewinnung aus. Das ist teuer. Lerne kaufmännisches Rechnen, damit du finanzielle Verluste und eine Insolvenz vermeiden kannst.
Fazit
Wie geht es jetzt weiter? Wenn du noch nicht begonnen hast, behalte diese Liste im Hinterkopf. Prüfe beim Aufbau deines Dropshipping-Shops, ob du einen dieser Fehler machst. Außerdem empfehle ich dir, Tradelle auszuprobieren. Erstelle ein kostenloses Konto und überzeuge dich selbst davon, wie grundlegend es dein Dropshipping-Geschäft verändern kann.





